Tarifvertrag einzelhandel nrw 2018 stundenlohn

Lordan, G., Neumark, D.: Menschen gegen Maschinen: Die Auswirkungen von Mindestlöhnen auf automatisierbare Arbeitsplätze. IZA Diskussionspapier 11297(2018) Der zweite Datensatz über Löhne und Arbeitszeiten sind Erhebungsdaten, die entweder von Arbeitgebern oder Arbeitnehmern stammen. Die Daten der Arbeitgeber werden in verschiedenen repräsentativen Arbeitgeberbefragungen des Statistischen Bundesamtes (Bundesamt, Destatis) (VSE) und der Verdiensterhebung 2015, 2016 und 2017 (VE) (Verdiensterhebung) gemeldet. Fußnote 2 Während die VSE 2014 eine verpflichtende Umfrage für rund 60.000 Unternehmen und insgesamt rund 1 Million Arbeitsverhältnisse ist, sind die VE 2015 bis 2017 freiwillige Erhebungen mit eher niedrigen Antwortquoten zwischen 6 und 14 Prozent und decken nur zwischen 6000 und 8000 Unternehmen und zwischen 69.000 und 76.000 Arbeitsverhältnisse ab. Die wichtigsten Datensätze mit Einer Mitarbeiterperspektive sind das Sozio-oeko-panel (SOEP), eine jährliche repräsentative Panel-Umfrage unter rund 16.000 Haushalten, und die Panel-Studie „Arbeitsmarkt und soziale Sicherheit“ (PASS), ebenfalls ein jährlich repräsentatives Haushaltspanel mit einer Stichprobe von rund 10.000 Haushalten. Der PASS konzentriert sich auf die Situation der Sozialhilfeempfänger und umfasst eine Überstichprobe dieser speziellen Gruppe. Aus einer der Erhebungen können keine direkten Informationen über die Stundenlöhne gewonnen werden. Die Stundenlöhne müssen anhand der verfügbaren Informationen über (wöchentliche) Arbeitszeiten und (Monats-)Gehälter berechnet werden. Bei der Berechnung der Stundenlöhne gibt es mehrere Herausforderungen (weitere Details siehe Dütsch et al. 2018). Unterschiedliche Lohnbestandteile, wie z. B.

Zusätzliche Zahlungen, können nicht getrennt werden, und Arbeitszeiten und Monatslöhne beziehen sich nicht notwendigerweise auf denselben Zeitraum. Der Rückruf der tatsächlichen Arbeitszeiten kann ebenfalls voreingenommen sein. Möller, J.: Mindestlöhne in der deutschen Industrie – was sagen uns die bisherigen Erkenntnisse? J. Arbeitsmarktres. 45(3/4), 187–199 (2012) Auf einem anfänglichen Niveau von 8,50 € pro Stunde betraf der Mindestlohn direkt die Löhne von rund 4,0 Millionen Arbeitnehmern, die vor der Einführung des Mindestlohns weniger als 8,50 € verdienten. Das entspricht etwa 11,3 Prozent der abhängigen Erwerbsbevölkerung – mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während in Westdeutschland 9,3 Prozent der Beschäftigten weniger als 8,50 Euro verdient hatten, waren es in Ostdeutschland 20,7 Prozent. Gemessen am Kaitz-Index, der das Verhältnis zwischen Mindestlohn und Medianlohn definiert, lag das neue deutsche Minimum 2015 (48 Prozent) in etwa auf dem der Britischen (49 Prozent) und der Niederlande (46 Prozent). Im Vergleich zu den OECD-Ländern lag Frankreich an der Spitze bei 62 Prozent; am unteren Ende lag Spanien bei 37 Prozent (OECD 2017). Der Mindestlohn wurde seit seiner Einführung zweimal erhöht. Bis Januar 2017 war sie auf 8,84 € pro Stunde gestiegen; Januar 2019 auf 9,19 €. Bis Januar 2020 wird es eine weitere Erhöhung auf 9,35 € geben.

Das Grundgehalt für Angestellte wird in der Regel in zwei Teilen am 15. und am letzten Tag eines jeden Monats fällig. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind sich jedoch in der Regel einig, dass das Fälligkeitsdatum nur der letzte Tag eines jeden Monats ist. Für Arbeiter ist der Fälligkeitstermin in der Regel im geltenden Tarifvertrag festgelegt. Wenn der Tarifvertrag keinen Fälligkeitstermin vorschreibt, wird der stundenweise Grundlohn für Arbeiter am Ende jeder Kalenderwoche fällig; für jeden anderen Arbeiter ist das Fälligkeitsdatum in der Regel am Ende des Kalendermonats.